Unser Kirchenbezirk angesichts der Corona-Krise

Unser Kirchenbezirk angesichts der Corona-Krise

Mitteilung unserer Badischen Kirchenleitung vom 23. März 2020

 

  1. Neue Verordnung der Landesregierung vom 22.03.2020

Die Landesregierung hat mit dem gestrigen Tag eine neue Verordnung herausgegeben: (https://www.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/dateien/PDF/Coronainfos/200322_Zweite_VO_der_LReg_zur_Aenderung_der_CoronaVO.pdf).

Bzgl. der kirchlichen Themen gibt es jedoch keine Neuerungen, der Brief des Kultusministeriums vom 22.3.20 hat weiterhin Gültigkeit :

(https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/verordnung-zu-gottesdiensten-und-anderen-religioesen-veranstaltungen/).

Das heißt weiter konkret:

  • Zusammenkünfte in Kirchen sind verboten
  • Aufzeichnungen von Gottesdiensten in Kirchen können stattfinden
  • Aus seelsorglichen Gründen unaufschiebbare Taufen oder Trauungen können mit bis zu 5 Personen stattfinden
  • Bestattungen können im Freien mit bis zu 10 Personen stattfinden (s. Präzisierungen hierzu s. unter 2.)

Zu der Frage der Öffnung von Kirchen äußert sich das Ministerium weiter nicht. Wenn Kirchen geöffnet sind, ist unbedingt der Hinweis auf die Einhaltung der Infektionsschutzmaßnahmen anzubringen. Aus unserer Sicht ist damit der Aufsichtspflicht der Gemeinden genüge getan, eine Aufsichtsperson, die den möglichen Kirchenbesuch überwacht, ist nicht notwendig.

  1. Bestattungen

Das Kultusministerium hat mit einem Brief vom heutigen Tag die Bestimmungen zu Beerdigungen noch einmal präzisiert (s. Anhang) und bittet Geistliche und Bestatter bzw. das Friedhofspersonal dringend um folgende Vorgehensweise:
Die Bestatter und das weitere Friedhofspersonal dürfen nicht mit der Trauergemeinde und nach Möglichkeit auch nicht mit dem Geistlichen in Kontakt treten.

  • Die Bestatter bringen den Sarg bzw. die Urne vor Erscheinen der Trauergemeinde an das Grab und ziehen sich dann zurück.
  • Die Bestatter treten erst wieder ans Grab, wenn die Trauergemeinde gegangen ist.

Sollte so verfahren werden, muss die Zahl der Bestatter und Friedhofsmitarbeiter nicht auf die Höchstzahl 10 angerechnet werden.

Die Trauergemeinde ist aufgerufen, den vorgesehenen Abstand von Person zu Person einzuhalten.

Änderungen und Vorgaben der jeweils zuständigen Ortspolizeibehörde sind zu beachten.

Für kirchliche Bestattungen heißt dies:

Zunächst tun die Bestatter ihren Dienst, versenken den Sarg oder die Urne im Grab, und ziehen sich dann zurück.

Erst dann können Trauernde und Pfarrer*in bzw. Prädikant*in / Diakon*in ans Grab treten (bitte Abstand einhalten) und mit der Bestattungsliturgie beginnen.

 

  1. Mitarbeitende
    1. Pfarramtssekretariate

Pfarrämter / Sekretariate usw. sind für den Publikumsverkehr zu schließen.

Wenn gewährleistet ist, dass z.B. Pfarramtssekretär*innen in einem eigenen Raum arbeiten können, können sie weiter zur Arbeit kommen – vor allem dort, wo es für sie keine echte Homeoffice-Möglichkeit gibt.

  1. Schwangere Hauptamtliche

Wenn in Ihrem Bezirk eine Pfarrer*in bzw. Gemeindediakonin schwanger ist, beachten Sie bitte folgenden Hinweis aus dem Rechtsreferat

„Wir haben die Schwangeren in der letzten Fassung unserer FAQ-Arbeitsrecht mit unter die Fälle genommen, bei denen der Einsatz besonders zu prüfen ist:

Der Einsatz von Mitarbeitenden, die einer vulnerablen Gruppe angehören oder mit nahen Angehörigen im häuslichen Umfeld aus dieser Gruppe soll nur im Rahmen von mobiler Arbeit erfolgen. Ansonsten ist eine Freistellung zu prüfen. Gleiches gilt für Schwangere.

Wir empfehlen daher, die dienstlichen Aufgaben so zu gestalten, dass Außenkontakte möglichst vermieden werden.

Vielleicht kann hier eine Arbeitsteilung in der Region vorgenommen werden, etwa die Übernahme einer telefonischen Erreichbarkeit auch für die Kollegen*innen, die dann im „Außeneinsatz“ sind.

Über arbeitsrechtliche Fragen werden die VSAs fortlaufend vom Rechtsreferat informiert. Gerne schicken wir Ihnen die aktualisierte Version der FAQs Arbeitsrecht in Zukunft auch direkt zu.

  1. Mögliche zukünftige Anfragen zur Nutzung kirchlicher Gebäude für die Versorgung von Erkrankten und für die Unterbringung von Notgruppen für Kita-Kids

Uns erreichen einzelne Anfragen, ob kirchliche Räume wie Gemeindehäuser zur Verfügung gestellt werden können, wenn z.B. die Einrichtung weiterer medizinischer Zentren notwendig wird.

Diese Frage bearbeiten wir nun im EOK zentral und informieren Sie dann gerne weiter, wie Sie ggf. mit Anfragen vor Ort umgehen können.

  1. Informationen zur Wahl der neuen Landessynodalen

In der momentanen Situation wird die Frage, wie hinsichtlich der Wahl der Landessynodalen mit den Bekanntgaben im Gottesdienst umgegangen werden soll, da keine Gottesdienst stattfinden, von verschiedenen Seiten aufgeworfen. Es findet derzeit im EOK eine zentrale Abstimmung über die Vorgehensweise statt.

Sie müssen im Moment diesbezüglich nichts unternehmen. Es wird keine Fristversäumnisse in irgendeiner Form geben.

Bitte weisen Sie Ihre Gemeinden deshalb darauf hin, dass sie die Wahlvorbereitungen für die Landessynode abbrechen können und sollen.

Zu gegebener Zeit werden wir Sie über die vereinbarte Vorgehensweise informieren.

 

  1. Informationen zu Umlaufbeschlüssen

In unserer Info-Mail vom 19.3. waren Sie und die Kolleg*innen in den Gemeinden darauf hingewiesen worden, unter welchen Voraussetzungen Umlaufbeschlüsse nach Artikel 108 Abs. 4 GO möglich sind.

Derzeit wird intern geprüft, ob diese Rechtsregelung in Anbetracht der derzeitigen Ausnahmesituation einer Erweiterung bedarf. Sobald es diesbezüglich Änderungen gibt werden wir sie informieren. Bis dorthin gelten die in der Info-Mail vom 19.3. gemachten Aussagen. Von Nachfragen hinsichtlich zukünftiger Regelungen bitten wir daher abzusehen. Alle anderen Fragen zum schriftlichen Verfahren beantworten Ihnen Frau Ingeborg Trück und Frau Nicole Gutknecht aus dem Rechtsreferat.

 

  1. Gemeinsame Aktionen wie Glockengeläut

In der Info-Mail vom 20.3.20 sind Sie über die geplante Aktion des gemeinsamen Glockenläutens täglich um 19.30 Uhr informiert worden. In einer Pressemeldung, die voraussichtlich morgen Vormittag verschickt werden wird, werden wir die Öffentlichkeit über unsere Aktion informieren, aber auch auf ähnliche Aktionen in den Nachbarkirchen und eine gewisse regionale Unterschiedlichkeit in den Läutezeiten hinweisen. Regionale Abweichungen und der Anschluss an andere Aktionen wie z.B. „Kerze im Fenster“ oder „Balkonsingen“ sind natürlich weiterhin möglich.

Genauere Details zur Länge des Glockenläutens etc. finden Sie unter https://www.ekiba.de/html/aufruf_zum_abendgebet.html.

Alles Gute für Sie und Ihre großen Aufgaben in dieser Zeit!

Mit herzlichen Grüßen,

Ihre Cornelia Weber

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Dr. Cornelia Weber
Oberkirchenrätin

Ständige Vertreterin des Landesbischofs

Evangelischer Oberkirchenrat
-Personalreferat-
Blumenstr. 1 – 7, 76133  Karlsruhe

Tel.: +49 (0)721 9175-200
Mail: cornelia.weber@ekiba.de

 

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Schreiben vom 21. März 2021 zu Offenen Kirchen

von Oberkirchenrätin Cornelia Weber, ständige Vertreterin des Landesbischofs

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen in den Dekanaten und Schuldekanaten,

das Kultusministerium hat den Kirchen heute erneut einen Brief zugesandt, in dem es

  • Die Möglichkeit zur digitalen Aufnahme von Gottesdiensten in Kirchen benennt
  • Die Höchstzahl für Teilnehmende an unaufschiebbaren Taufen und Trauungen auf 5 reduziert
  • Die Zahl der Teilnehmenden bei Beerdigungsfeiern am Grab aber bei 10 Personen belässt.

 

Zum Thema „Öffnung der Kirchen“ äußert sich die Landesregierung nicht.

Wir formulieren deshalb nun in den FAQs:

 

OFFENE KIRCHEN

Geöffnete Kirchen sind gerade in Krisenzeiten ein wichtiger Ort für das persönliche Gebet. Die Landesregierung hat sich in ihrem Schreiben nicht zu dieser Frage geäußert.

Wenn Sie Ihre Kirche offen halten, achten Sie bitte darauf, dass jeweils nicht mehr als drei Personen in der Kirche sind und die Hygienevorschriften eingehalten werden. Stimmen Sie sich bitte mit den örtlichen Behörden ab.

Versammlungen in Kirchen dürfen nicht stattfinden.

 

Ausdrücklich weist das Kultusministerium auch noch einmal darauf hin, dass bei allem weitergehende Verbote der örtlichen Behörden zu beachten sind.

 

Die FAQs werden nun gerade in diesem Sinne aktualisiert und dann auf der Homepage eingestellt.

 

Ihnen allen weiterhin viel Kraft und Gottes Segen!

Mit herzlichen Grüßen,

Ihre Cornelia Weber

 

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Liebe Glaubensgeschwister,

In all unseren Gemeinden finden derzeit leider keine Gottesdienste statt.

Insbesondere bei Beisetzungen greifen nun sehr weit gehende Einschränkungen. Es sind nur engste Angehörige, maximal 10 Personen zugelassen; die kompakten Trauerfeiern finden im Freien und am Grab statt.

Wir beteiligen uns als Kirche damit intensiv an der Unterbrechung von Ansteckungsketten sowie am Schutz von Menschen aus Risikogruppen. Dabei beobachten wir intensiv die weiteren Entwicklungen und passen unsere Maßnahmen zeitnah an.

 

In vielen Gemeinden sowie im Kirchenbezirk entstanden und entstehen weiterhin verschiedenste Ideen, wie der Trost des Glaubens gerade in diesen schwierigen Zeiten, in denen uns die Unverfügbarkeit des Lebens deutlich wird, weitergeben werden kann. Denn trotz der Absage aller Gottesdiensten in unseren Kirchen und im Freien soll es Mini-Gottesdienste in anderer Form und auf anderen Wegen geben.

Ausdrücklich empfehlen wir allen Gemeinden, sich der Aktion vieler Landeskirchen und Diözesen anzuschließen, jeden Abend um 19.30 Uhr für einander weltweit zu beten und so zeitgleich mit einander verbunden zu sein durch das Beten und das Singen des Abendlieds „Der Mond ist aufgegangen“ (am Fenster, auf dem balkon, im Garten …, im Evangelischen Gesangbuch zu finden unter EG 482).

200320 EOK Anschreiben Abendgebet

2020-03-19 Abendgebet Passionszeit 2020

200320 EOK Gemeinsam beten A5 Doppel

Auch wird an wöchentlichen Landeskirchlichen Gottesdiensten (SWR 3 / Videostreaming) und an Bezirksgottesdiensten auf Video für Palmsonntag, Karfreitag und Ostern sowie Passionsandachten gearbeitet. In der Info des Evangelischen Oberkirchenrats in Karlsruhe vom 20.03.20 heißt es dazu:

 

Live-Stream landeskirchlicher Sonntagsgottesdienst/ SWR-Übertragung

Am Sonntag, 22. März, um 10.15 Uhr bis 11 Uhr wird aus der Peterskirche in Weinheim ein Gottesdienst mit Prälat Traugott Schächtele, Pfarrerin Ute Haizmann und dem Kantorenehepaar Langenbach live über den Fernsehsender SWR und im Livestream auf www.ekiba.de/kirchebegleitet übertragen. Gerne können Sie Ihre Gemeindeglieder darauf aufmerksam machen. Auch an den folgenden Sonntagen wird es auf unserer Homepage www.ekiba.de jeweils eine Gottesdienst-Livestream-Übertragung geben.“

 

Auch werden wir schauen, wie wir die seelsorgliche Begleitung von Menschen weiterhin gewährleisten können und gleichzeitig die nötigen Schutzmaßnahmen berücksichtigen. Das ist gewiss eine Herausforderung, aber eine, der wir uns stellen wollen. 

Schauen Sie auf die Homepage Ihrer Gemeinde oder erneut auf diese Seite für weitere Informationen. 

Bei Rückfragen wenden Sie sich gern an das Dekanat oder direkt persönlich an mich!

Auch in schwierigen Zeiten bleiben Sie gesund um im Glauben fröhlich!

Ihr

Martin Reppenhagen, Dekan

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Bisherige, noch gültige Hinweise:

„Kirche begleitet“ – Hinweise unserer Kirchenleitung (17.03.20, ergänzt 19.03.20)

Gerade jetzt kann Kirche zeigen, dass sie Menschen in dieser Situation begleitet und nicht alleine lässt. Hierfür sind kreative Formen zu finden und angemessene Formate bereit zu stellen. Gerne unterstützen wir Sie hierbei aus dem Oberkirchenrat.

In allem gilt:

  • Die behördlichen Vorschriften sind einzuhalten
  • Es ist mit einer Verschärfung der Situation zu rechnen (Beschränkung der Sozialkontakte auf ein Minimum)

 1. Gottesdienste und Andachten

Inzwischen sind Zusammenkünfte in Kirchen ganz verboten.

In den folgenden Wochen können deshalb folgende Formate verstärkt genutzt werden:

 a) Zentrale Formate

Die Arbeitsstelle Gottesdienst und das ZfK stellen Ihnen wöchentlich analoge und digitale Andachten zur Verfügung, die Sie für Ihre Gemeinden auf Ihre Homepage integrieren können.

Orientieren Sie sich bitte auch unter: www.ekiba.de/kirchebegleitet  und www.evangelisch.de

Zugleich hat die EKD eine hilfreiche Seite zusammengestellt, in der mediale Gottesdienst- und Andachtsangebote aufgeführt sind (https://www.ekd.de/kirche-von-zu-hause-53952.htm).

Auf der ekiba-Homepage sind diese Links durch „badische“ Angebote im Hörfunk etc. ergänzt.

Bitte weisen Sie die Menschen in Ihrer Gemeinde darauf hin.

 

  1. b) Angebote vor Ort

Aber auch der persönliche Kontakt vor Ort bleibt wichtig, jetzt wahrscheinlich sogar besonders wichtig.

Hierfür können vor Ort digitale Formate von Andachten in der eigenen Kirche erstellt werden, die dann Gemeindegliedern per Maillink zugesandt werden.

Die IT-Abteilung hat hierfür eine Anleitung erstellt: Link

Nicht alle Menschen sind jedoch auf digitalem Weg erreichbar. Deshalb ist auch ein wöchentliches geistliches Wort denkbar, das über die Ortsteilzeitungen bzw. über einen großen Mailverteiler und die Homepage zur Verfügung gestellt werden. Regionale und ökumenische Zusammenarbeit ist hier sicherlich denkbar.

Gemeindeglieder können gebeten werden, denjenigen Menschen, die nicht digital unterwegs sind, einen Ausdruck vorbeizubringen bzw. in den Briefkasten zu werfen.

Bitte verteilen Sie über diese Wege auch die Hinweise auf die Hörfunk- und Fernsehgottesdienste (Links ) und weisen Sie je nach örtlichen Gegebenheiten auf die Möglichkeiten zum telefonischen Besuchsdienst bzw. zur telefonischen Seelsorge (s.u. unter 3.).

 

Kirchenglocken sollten zu den vertrauten Gottesdienstzeiten läuten, vor allem dann, wenn ein Gottesdienstangebot vor Ort oder in schriftlicher bzw. digitaler Form verteilt wurde, das zur gemeinsamen Gebetszeit einlädt.

 

Eine besondere Verantwortung haben wir sicherlich gerade für diejenigen, die nun in Alten- und Pflegeeinrichtungen, in Krankenhäusern oder in der häuslichen Quarantäne bzw. Isolation sind. Bitte lassen Sie gerade sie an Ihren Begleitungsformaten teilhaben.

 

  1. c) Karwoche und Ostern

Eine besondere theologische Herausforderung wird es sein, die Karwoche und Ostern in dieser Situation zu gestalten. Ob zu diesem Zeitpunkt z.B. Andachten am Karfreitag oder Auferstehungsfeiern am Ostersonntag im Freien überhaupt möglich sein werden, wissen wir jetzt noch nicht. In jedem Falle aber können wir die obengenannten Formate nutzen, diese Tage theologisch und seelsorglich zu füllen.

Im Moment beginnen wir, im EOK für die Kar- und Ostertage tägliche Andachtsformate bereit zu stellen, auf die Sie dann gerne zurückgreifen können.

 

  1. Konfirmationsunterricht und Konfirmationen
  2. a) Konfirmationsunterricht

Konfirmationsunterricht ist wie Schulunterricht zu behandeln und bis auf weiteres auszusetzen.

Trotzdem können die Konfirmand*innen weiter begleitet werden. Hierzu sind die Verantwortlichen gebeten, über Whatsapp bzw. Mail mit den Jugendlichen in Kontakt zu bleiben.

Das RPI wird digitale Formate für „KU von zuhause“ entwerfen und Ihnen zur Verfügung stellen. Sie finden die Materialien unter: https://rpi-baden.de

 

  1. b) Konfirmationsfeiern

Konfirmationen, die ursprünglich bis einschließlich Ende Mai angesetzt waren, sind zu verschieben. Wir bitten Sie, bereits einen Alternativtermin ins Auge zu fassen (realistischer Weise wohl erst nach den Sommerferien) und den Familien zu kommunizieren. https://rpi-baden.de

 

  1. Begleitung von Kindern und Schüler*innen

Das RPI stellt auf der ekiba-Homepage fortlaufend Geschichten, Videos, u.a. für Kinder und Familien ein https://rpi-baden.de

Gerade Pfarrer*innen im Schuldienst sind gebeten, über Formate nachzudenken, wie Schüler*innen in der Zeit, in der kein Unterricht stattfinden wird, kirchlich begleitet werden können.

Das RPI wird hierfür auf der Homepage digitale Module zur Verfügung stellen, auf die Sie Ihre Schüler*innen gerne hinweisen können. https://rpi-baden.de

 

  1. Ideenpool im Intranet

In dieser besonderen Situation sind wir alle in unserer Kreativität gefragt. Im Intranet stellen wir deshalb einen Teamraum zur Verfügung, in dem Sie Ihre konkreten Ideen mit einander teilen können (Link…).

 

  1. Sorge für die Gemeinschaft

Angesichts der Ausbreitung des Corona-Virus haben wir in Kirche und ihrer Diakonie viele Möglichkeiten, Menschen in Verunsicherung, Ängsten und Nöten zu begleiten, zu trösten,aufzurichten und zu einem verantwortungsvollen Mit- und Füreinander zu ermutigen“ (Landesbischof Cornelius-Bundschuh).

Seelsorglich sind verschiedene Personengruppen im Blick, z.B.:

  • Vulnerable (insbesondere kranke und alte Menschen)
  • Vereinsamte Menschen
  • Trauernde
  • Menschen, die durch die Krise in wirtschaftliche Nöte geraten
  • Menschen, deren Lebensplanung an sensibler Stelle betroffen ist (Taufe, Konfirmation, Trauung)
  • Pflegende in der eigenen Häuslichkeit, in Krankenhaus, Klinik, Altenheim, Hospiz, Gefängnis, diakonischen Einrichtungen
  • Weitere Berufsgruppen, die gefordert sind, um das System aufrecht zu erhalten (Polizist*innen, Ärzt*innen, ÖPNV-Personal, Verkäufer*innen etc.)

 

Das Wegfallen gemeinschaftlicher Angebote und die gebotene soziale Isolation, die direkte persönliche Kontakte, Segensgesten etc. verunmöglicht, verstärkt die Probleme in den o.g. Bereichen.

 

Pfarrer*innen und Diakon*innen sind in Gemeinden, Krankenhäusern, Heimen und weiteren Einrichtungen im Rahmen der institutionellen Bestimmungen weiterhin seelsorglich tätig. Ehrenamtlicher Seelsorge- und Besuchsdienst ist ausgesetzt.

 

Daher werden vor Ort bereits gute Ideen entwickelt, wie wir als Kirche in Zeiten des allgemeinen und öffentlichen Rückzugs seelsorgliche Begleitung anbieten, sowie Zeichen der Solidarität und des Zuspruchs in unserer Gesellschaft setzen können.

 

Einige Ideen seien nachfolgend genannt:

 

Digitale Kontaktmöglichkeiten:

 

  • Telefongespräche und „Telefonbesuchsdienste“; dazu können Teams vor Ort gebildet werden.
  • Seelsorgeangebote per E-Mail; aus Sicherheitsgründen nur über die Pfarramtsmail (@ekiba.de), social media sind aufgrund fehlender Vertraulichkeit nicht zu nutzen.

Erreichbarkeit und Vernetzung:

 

  • Erreichbarkeit in Pfarramt, Dienstgruppe, Region sichern
    Link: Handreichung Erreichbarkeit Pfarrbildprozess
  • Telefonische Erreichbarkeit im EOK (ggfs. mit Weiterleitung auf mobile Endgeräte) .
  • Hinweis auf örtliche Fachdienste zur Begleitung: Psychologische Beratungsstellen, Arbeitskreis Leben, Krankenhausseelsorge, Altenheimseelsorge, Hospizdienste, Kur- und Rehaseelsorge, Hochschulseelsorge, Gefängnisseelsorge, Urlaubsseelsorge etc.
  • Vernetzung mit weiteren Anbietern im ökumenischen und lokalen Hilfssystem im Sinne einer „Sorgenden Gemeinde“.

 

Weitere Anregungen aus der Praxis für die Praxis:

 

  • Häusliches Gebet und Fürbitte: Anregungen gibt u.a. das Ev. Gesangbuch und die EkiBa-Homepage (Stichwort „Gebet“).
  • Öffnung von Kirchenräumen zum persönlichen Gebet; Angebot eines Ritus, der allein vollzogen werden kann.
  • Anbieten von Einkaufsdiensten in der Gemeinde;
  • Unterstützung und Spenden für in Not Geratene;

 

Für Ihren Dienst vor Ort danken wir Ihnen sehr herzlich und wünschen Ihnen Gottes Segen!

 

 

Cornelia Weber/ Uwe Hauser / S. Kast-Streib, 16.3.20, 17.30h