Gestaltungsprozess „Kirche für die Zukunft gestalten“ im Bezirk Karlsruhe-Land

Bildvorlage: Tamara Wegmer, Stutensee

„Kirche für die Zukunft gestalten“

Gestaltungsprozess im Bezirk Karlsruhe-Land

Stellungnahme von Dekan Dr. Martin Reppenhagen

Vorlage für Homepages und Gemeindebriefe

 

Der ausführliche, 12-seitige Voll-Text ist als PDF auf Anfrage per Kontaktformular im Dekanat und beim Öffentlichkeitsbeauftragten erhältlich.

 

Gestaltungsprozess „Kirche für die Zukunft gestalten“

 

Kirche ist stets neu herausgefordert zu fragen, wie sich ihre weitere Arbeit gestalten kann. Dazu gehören auch Fragen der Finanzierbarkeit und die Feststellung, dass zukünftig deutlich weniger Kirchensteuermittel zur Verfügung stehen. Daher hat die Landessynode auf ihren letzten Sitzungen Gestaltungs- und Sparmaßnahmen beschlossen. Damit ist dem Kirchenbezirk und den Gemeinden eine Gestaltungsaufgabe gegeben, in drei Schritten bis 2026, 2032 und 2036 bis zu acht Pfarrstellen und zwei Diakonenstellen zu kürzen und gleichzeitig nach der zukünftigen Arbeit zu fragen.

Wie können Kooperationen entstehen oder weiter entwickelt werden? Welche Schwerpunkte wollen wir setzen? Wie kann auch in Zukunft gemeindliches Leben vor Ort gelingen? Wir wollen die Einschnitte nutzen, positiv zu fragen, was wir als Kirche und in den Gemeinden um des Evangeliums willen wollen.

>Wir wollen auch weiterhin darauf achten, dass ein gemeindliches und gottesdienstliches Leben vor Ort möglich bleibt! Dahinter steht die Überzeugung, dass sich unsere Kirche von den Gemeinden her aufbaut. So steht es in der Grundordnung unserer Landeskirche. In den Gemeinden versammeln sich Christenmenschen, sind an ihren Orten gut vernetzt und engagieren sich ehrenamtlich. Die Ortsgemeinde ist auch weiterhin das, was Kirche letztlich ausmacht. Das klingt zunächst so, als ob sich nichts ändern soll. Doch Ortsgemeinde ist nicht nur da, wo es eine Pfarrstelle gibt. Ortsgemeinde ist da, wo Christenmenschen leben und zusammenkommen. Was heißt also zukünftig Gemeinde vor Ort?

>Wir wollen mehr Kooperationen wagen! Dazu gibt es bereits gute Beispiele in unserem Bezirk. Das lässt sich noch ausbauen. Anstatt überall mehr oder minder das Gleiche aufrechthalten zu wollen, gibt es Schwerpunktsetzungen. Da passiert schon was. Da gibt es gewiss noch mehr zu entdecken.

>Wir werden Dinge lassen müssen – manchmal gelassen, manchmal schmerzhaft! Wir werden Aufgabenbereiche auf den Prüfstand stellen. Das gilt auch für unsere Liegenschaften. Es dürfte mittlerweile kein Geheimnis mehr sein, dass die Badische Landeskirche davon ausgeht, dass wir auf Dauer nur noch etwa 40% unserer Gebäude finanzieren können. Wir wollen innovativ unterwegs sein! Nicht, dass wir das in der Vergangenheit nicht getan hätten. In so mancher Gemeinde gibt es bereits seit vielen Jahren verschiedene Gottesdienstmodelle. Wir schätzen modernes Liedgut, Glaubenskurse werden durchgeführt u.v.m. Davon werden wir nicht lassen. Wir wollen neue Wege gehen und erleben, dass wir damit andere und neue Finanzierungsmöglichkeiten entdecken. Letzteres wird zunehmend uns begleiten: Wie lassen sich Ideen und Projekte über Spenden und Fundraising finanzieren?

Im Rahmen eines Gestaltungsprozesse werden in den Regionen Vorschläge erarbeitet, die auf der Bezirkssynode im Frühjahr 2023 diskutiert werden. Der Bezirkskirchenrat beschließt dann anschließend.

 

„Gehen wir gemeinsam in Gottes Zukunft und gestalten wir Kirche für die Zukunft!“

 

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Hintergrund-INFO: In der Evangelischen Bezirkssynode Karlsruhe-Land treten unter der Leitung des Präsidiums aus Karl-Peter Niebel (Berghausen; Vorsitz), Dr. Nicole Barié (Staffort-Büchenau) und Dr. Martin Reppenhagen (Dekan) die ehren- und hauptamtlichen VertreterInnen der 31 Gemeinden, der Dienste und Werke sowie hinzugewählte sachkompetente Stimmberechtigte zusammen, um die kirchliche Arbeit auf der mittleren Ebene der Evangelischen Landeskirche in Baden zu gestalten und zu koordinieren.