Ein neuer Kindergarten im Gemeindehaus

Kirchengemeinde Neureut-Nord baut für die Zukunft

In der Gemeindeversammlung am vergangenen Sonntag stellte der Kirchengemeinderat Neureut-Nord Pläne und Gedanken eines großen Bauprojektes vor: Die beiden bisherigen Kindergärten sollen zu einem dann fünfgruppigen Kindergarten mit Krippe und Ganztagesangebot im derzeitigen denkmalgeschützten Gemeindehaus zusammengeführt werden. „Die aufkommenden Sanierungsnotwendigkeiten können wir nicht mehr bestreiten, da hat im Kirchengemeinderat ein Umdenken angesetzt.“, betont der stellvertretende Vorsitzende Martin Hansis. Über zwei Jahre beschäftigte man sich mit möglichen Alternativen, eine Machbarkeitsstudie von prokiba brachte dann die Gewissheit: Würde man weitermachen wie bisher, kämen auf die Kirchengemeinde innerhalb der nächsten zehn Jahre Sanierungskosten von 5 Millionen Euro zu. Das sei zu viel, entschied man, und entwickelte Alternativmodelle. Dass die bevorzugte Variante nun einen großen Kindergarten im bisherigen Gemeindehaus vorsieht, hat für Pfarrer Pascal Würfel einen große Charme: „Die Nähe zur Kirche ist einmalig, aber auch die Möglichkeit im Verbund mit Rathaus, , neuem Gemeindehaus, Turnhalle und Grundschule zu einer neuen Neureuter Ortsmitte werden zu können.“, begrüßt er den Schritt des Kirchengemeinderates. Finanziert werden soll das Großprojekt neben den Zuschüssen von Stadt, Landeskirche und Bund insbesondere durch den Verkaufserlös des bisherigen Paul-Gerhardt-Kindergarten-Grundstückes. „Wir wollen so bauen, dass wir ohne Kredite auskommen und der Gemeinde weiterhin Luft zum Atmen bleibt.“, betont der Finanz-Experte des Gremiums, Axel Grether. Auf dem Gelände des bisherigen Nordstern-Kindergartens soll dann ein neues, angepasstes Gemeindehaus entstehen, das als Ort der Begegnungen auch anderen NutzerInnen und Institutionen zur Verfügung steht. Wie der Kindergarten konkret aussieht und mit dem zur Verfügung stehenden Platz auskommt, soll nun im Laufe der nächsten Monate ein Architektenwettbewerb entscheiden. Aus der Gemeinde gab es bei der gut besuchten Versammlung am Sonntag Rückenwind: „Das hört sich gut an.“, sagte ein Gemeindemitglied, gleichwohl es noch schwer falle, sich im denkmalgeschützten Gebäude einen Kindergarten vorzustellen. „Ich glaube, so geht es jedem und jeder von uns – lassen wir uns einfach gemeinsam positiv überraschen und unsere Vision gestalten.“, lud Pfarrer Würfel am Ende die Anwesenden ein.