Neu in Langensteinbach: Johannes Werle ist dort Pfarrer „im Urlaub“

Neu in Langensteinbach: Johannes Werle ist dort Pfarrer „im Urlaub“

So ähnlich fomulierte es der Karlsbader Bürgermeister Jens Timm in seiner herzlichen Willommensrede bei der Einführung von Johannes  Werle als neuem Langensteinbacher Pfarrer. Timm überspitzte damit humorvoll den Umstand, dass Werle von seiner Pfälzischen Landeskirche für seinen zum 1. November angetretenen Pfarrdienst in der Badischen Landeskirche  „beurlaubt“ worden ist.

Gemeint ist mit „Beurlaubung“ allerdings nur, dass Werle bis auf Weiteres in seiner pfälzischen Heimatkirche keinen Dienst ausübt, solange er seinen Pfarrdienst in Baden  wahrnimmt, danach aber problemlos wieder dorthin zurückkehren könnte. Dass sich das Pfarrer-Dasein in Langensteinbach nicht auf eine Urlaubs-Aktivität beschränken lässt, war natürlich nicht nur Bürgermeister Timm, sondern allen Anwesenden klar.

In seiner Predigt zu Jeremia 29 betonte Johannes Werle die große Zukufts-Perspektive, die Gott mit seinen tröstlichen Zusagen seinem Glaubensvolk eröffnet, um es so vom lebenswichtigen Hören auf Gottes Wort zum vetrauensvollen Handeln in seinem Geist zu führen. Anhand der Ausführungen der Grundordnung der Badischen Landeskirche, dass alle Christliche Gemeinschaft sich diesem Hören verdankt und von der Vergebung lebt, die sie im Abendmahl Jesu Christi empfängt, rief Werle zu einem fruchtbaren gemeindlichen Miteinander auf. Aromatisch reich gewürzt war seine Predigt mit etlichen Witzen, die allerdings von ähnlichem Tiefgang zeugten wie seine ganze Predigt.

Die Evangelische Kirchengemende Langensteinbach bereitete ihrem neuen Pfarrer und seiner siebenköpfigen Familie insgesamt einen ebenso herzlichen wie festlichen Empfang, sowohl im Gottesdienst in der Ludwigskirche, in dem auf Wunsch Werles VertreterInnen aller Gemeinden und Generationen in Langensteinbach die Fürbitten sprachen, als auch beim Empfang im Gemeindehaus, bei dem sich viele Gemeindegruppen vom Kindergarten bis zur Seniorenarbeit mit originellen Anspielen und  Liedern bis hin zum Geschicklichkleitsspiel und Gemeinde-Quiz der Pfarrfamilie vorstellten.

Bei vielfältigen Happchen und Getränken wie Konfi-Apfelsaft und alkoholfreien Cocktails wurden der großen Gästezahl im überfüllten Gemeindehaus der Abend , insbesondere aber der neuen Pfarrfamile die Ankunft in ihrer neuen Heimat regelrecht versüßt.