Gedanken zur Losung in schwierigen Zeiten – 14. August 2020

Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde.

Psalm 73,25

Das Leben darf weitergehen, weil Gott es mir schenkt.

Was bleibt, wenn nichts mehr bleibt? Dem Psalmbeter ist nichts geblieben. Er hat alles verloren. Keine Lösung ist in Aussicht. Das Leben ist vertan, am Ende, nicht mehr erstrebens- und lebenswert.

Was bleibt, wenn nichts mehr bleibt? Wie ein Ertrinkender hängt sich der Psalmbeter an Gott.

Alles mag vergehen, aber Du, Gott, bleibst! Da mögen selbst Himmel und Erde vergehen, Gott bleibt bestehen.

Ich wünsche nicht, dass ich alles verliere. Niemandem wünsche ich das. Doch gibt es Lebenssituationen, in denen einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird, wo es kein Halten mehr gibt.

Doch wo der feste Boden weggefegt ist, das Fallen unaufhaltsam wird, das Münchhausen-Prinzip versagt, will ich darauf hoffen, dass Gott seine Hand ausstreckt und mich hält, wenn es sein muss, mich am Schopfe packt.

Ich mag immer wieder fallen. Doch ich stehe auf, weil Gott mich hält.

Das Leben darf weitergehen, weil Gott es mir schenkt.

Ihr
Martin Reppenhagen, Dekan

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