Gedanken zur Losung in schwierigen Zeiten – 30. Juli 2020

Seid stille vor Gott dem HERRN, denn des HERRN Tag ist nahe.

Zefanja 1,7

Stille führt uns zu Gott

Stille hat viele gute Gründe. Die folgenden habe ich im Internet entdeckt: https://arbeits-abc.de/stille/
• Stille wirkt sich positiv auf das Gehirn aus
• Stille reduziert die Stresshormone
• Stille fördert die physische Gesundheit
• Stille erlaubt Selbstreflexion
• Stille erhöht die Auffassungsgabe
• Stille fördert die Konzentration
• Stille lässt das Gehirn wachsen
• Stille macht kreativ

Stille ist und bleibt eine Herausforderung. Denn zur äußeren Ruhe muss sich die innere gesellen. Das braucht oftmals Zeit. Stille führt auch dazu, dass wir uns stärker mit uns selbst auseinandersetzen. Vielleicht meiden wir sie gerade auch deswegen.

Stille führt uns zu Gott. Gerade in der Stille handelt Gott an uns, redet zu uns. Manch einer befiehlt gar seiner eigenen Seele still zu sein: „Aber sei nur stille zu Gott, meine Seele; denn er ist meine Hoffnung.“ (Ps 62,6)

In so mancher Kirche begegnet mir regelrecht Stille, umhüllt mich wie ein Mantel im Winter oder wie leichtes Tuch im Sommer. Es sind vor allem die romanischen und gotischen Kirchen, die eine solche Ausstrahlung auf mich haben. Die barocken schreien mir zu laut und die Betonkirchen sind oftmals zu kalt.

Es gibt gewiss noch andere Orte der Stille. Wir brauchen sie!

Ihr
Martin Reppenhagen, Dekan

Archiv – Gedanken zur Tageslosung