Gedanken zur Losung in schwierigen Zeiten – 21. Juli 2020

Ich danke dem HERRN von ganzem Herzen und erzähle alle deine Wunder.
Psalm 9,2

Dabei bin ich gespannt, was ich heute entdecken darf.

Als wir mit unserem ersten Kinderwagen durch die Welt zogen, war plötzlich die Welt voller Kinderwägen, was uns zuvor gar nicht aufgefallen war. Plötzlich nahmen wir wahr, was zuvor unserer Wahrnehmung entgangen war. Wir waren regelrecht damit beschäftigt, uns gegenseitig auf neue Entdeckungen aufmerksam zu machen. Manchmal kamen wir gar nicht hinterher.
So kann sich der Blickwinkel ändern. Anders formuliert: Man glaubt manchmal gar nicht, wie selektiv man Dinge wahrnimmt.
Es bedurfte einer besonderen Sensibilisierung durch die eigene Lebensrealität und schon öffneten sich andere bisher unbekannte Wirklichkeiten. Hinzu kam, dass es uns noch glücklicher machte.
So will ich in den Tag gehen und nach Gründen fürs Danken suchen. Ich will damit rechnen, dass es diese Gründe gibt. Das muss nichts Großartiges oder Besonderes sein. Das können die kleinen Dinge des Lebens sein. Und vielleicht ist ja hier und da auch was Größeres dabei.
Und bei jeder Entdeckung will ich mich an die Losung des Tages erinnern. Oder auch umgekehrt: Die Losung darf mich an meine Entdeckungstour des Dankens erinnern.
Dabei bin ich gespannt, was ich heute entdecken darf.
Dabei will ich mich daran erinnern lassen, dass Wunder nicht einfach dann wunder sind, wenn ich Geschehnisse oder Ereignisse nicht erklären kann. Ein Wunder ist es doch auch, dass aus einem kleinen Samenkorn eine Pflanze oder gar ein Baum werden kann.
Doch gewiss kann Gott auch jenseits meines Verstehens handeln. Auch solche Wunder will ich entdecken und Gott darüber danken.
Und selbst da, wo ich Menschen danken darf, will ich den Geber aller Gaben nicht vergessen und einfach sagen:
„Ich danke dem HERRN!“ Amen!

Ihr
Martin Reppenhagen, Dekan

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