Gedanken zur Losung in schwierigen Zeiten – 28. Juni 2020

Ich habe den HERRN allezeit vor Augen.
Psalm 16,8

Was bestimmt mein Leben?

Es lohnt sich, zur knappen Tageslosung noch die folgenden Verse hinzuzunehmen.

„Ich habe den HERRN allezeit vor Augen; er steht mir zur Rechten, so wanke ich nicht. Darum freut sich mein Herz, und meine Seele ist fröhlich; auch mein Leib wird sicher wohnen. Denn du wirst meine Seele nicht dem Tode lassen und nicht zugeben, dass dein Heiliger die Grube sehe. Du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich.“ (8-11)

So wird deutlich, dass es sich hier um eine Selbst- bzw. Gottesvergewisserung handelt. Der Beter vergewissert sich in schwierigen Zeiten der Gegenwart Gottes. Denn Ungewissheit und Todesangst bestimmen sein Leben.

So wird die Aussage, Gott stets vor Augen zu haben, zu einem Trutzwort gegen alle Angst und Not. Diese Sorgen sollen nicht sein Leben bestimmen. Sein Augenmerk soll auf etwas anderes, auf Gott selbst gelenkt werden.

Und von Gottes Angesicht her verblassen Kummer und Sorgen. Nicht dass sie weg wären. Sie verlieren Einfluss, sollen und können sein Leben nicht mehr bestimmen, da es von Gott her bestimmt wird.

Auf was schaue ich? Auf was achte ich? Was bestimmt mein Leben?

Die Antwort des Psalmbeters ist eindeutig: Gott selbst soll und kann mein Leben bestimmen!

Ihr
Martin Reppenhagen, Dekan