Gedanken zur Losung in schwierigen Zeiten – 13. Juni 2020

Der Geist hilft unsrer Schwachheit auf. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich’s gebührt.
Römer 8,26

„Ich denke an Dich!“

oder „Ich bete für Dich!“ sind wichtige Worte für Menschen in oder vor schwierigen Situationen. Das heißt auch: Ich bin in aller meiner Schwachheit oder in all meinem Zweifel nicht allein. Jemand denkt an mich! Jemand ist mir nahe! Jemand betet für mich! Ich bin nicht allein!

Gerade auch in Situationen, in denen ich nicht klar denken kann, in denen die Gefühle Kapriolen schlagen, in denen selbst die Worte für das Gebet fehlen. Wie soll ich denn überhaupt beten, wenn Gott so weit entfernt erscheint?

Es sind allerdings nicht nur diese besonderen Situationen, die dem Paulus hier vor Augen sind. Paulus sieht eine grundsätzliche Herausforderung zwischen Mensch und Gott, dass wir aufgrund der Distanz zwischen Gott und Mensch stets vor der Frage stehen, was und wie wir beten können.

Hier erweist sich der Geist Gottes als Gebetshelfer.

Ihr
Martin Reppenhagen, Dekan