Gedanken zur Losung in schwierigen Zeiten – 13. Mai 2020

Du allein kennst das Herz aller Menschenkinder.
1.Könige 8,39

Menschen gehen zu Gott in ihrer Not.

Das ist wahrlich eine umfänglich Aussage und eine höchst tröstliche zugleich. Denn die hier benannten Herzen kennen ihre Plage, wissen um ihre Not. Und Gott kennt sie alle.

Gott kennt die stille Trauer, die heimlich vergossenen Tränen, die gebrochenen Herzen, das innere und äußere Leid, menschliche Not. Gott weiß um die schlaflosen Nächte, die innere Unruhe, die inneren und äußeren Verletzungen.

Dabei ist sein Wissen grenzenlos. Es umfängt nicht nur die mir Nahen, sondern auch die mir Fernen und Unbekannten.

Dazu passt das Gebet von Dietrich Bonhoeffer „Christen und Heiden“:
Menschen gehen zu Gott in ihrer Not,
flehen um Hilfe, bitten um Glück und Brot
um Errettung aus Krankheit, Schuld und Tod.
So tun sie alle, alle, Christen und Heiden.
Menschen gehen zu Gott in Seiner Not,
finden ihn arm, geschmäht, ohne Obdach und Brot,
sehen ihn verschlungen von Sünde, Schwachheit und Tod.
Christen stehen bei Gott in Seinen Leiden.
Gott geht zu allen Menschen in ihrer Not,
sättigt den Leib und die Seele mit Seinem Brot,
stirbt für Christen und Heiden den Kreuzestod,
und vergibt ihnen beiden.
Amen!

Ihr
Martin Reppenhagen, Dekan