Gedanken zur Losung in schwierigen Zeiten – 1. Mai 2020

Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden?

Matthäus 6,28-29.31

Das Jesuswort aus der Bergpredigt hat mich an ein Gebet erinnert, das der deutsch-amerikanische Theologe Reinhold Niebuhr verbreitete und das (irrtümlich) neben Friedrich Oetinger auch Franz von Assisi zugeschrieben wurde:

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Einen Tag nach dem anderen zu leben,
einen Moment nach dem anderen zu genießen.
Entbehrung als einen Weg zum Frieden zu akzeptieren,
sie anzunehmen, wie Jesus es tat:
diese sündige Welt, wie sie ist,
und nicht, wie ich sie gern hätte,
zu vertrauen, dass Du alles richtig machen wirst,
wenn ich mich Deinem Willen hingebe,
sodass ich in diesem Leben ziemlich glücklich sein möge
und im nächsten Leben für immer überglücklich.
Amen.

Eine solche Zuversicht und Gelassenheit wünsche ich mir am Tag der Arbeit.

Ihr
Martin Reppenhagen, Dekan