Gedanken zur Losung in schwierigen Zeiten – 14. Januar 2021

Lasst uns mit Danken vor sein Angesicht kommen und mit Psalmen ihm jauchzen! Denn der HERR ist ein großer Gott.

Psalm 95,2-3

Manchmal will es allein einfach nicht klappen.

Der Aufruf zum Danken erreicht mich nicht. Allein bin ich zu schwach dazu, zu träge, zu müde, vielleicht auch zu faul.
Dabei fällt mir das „uns“ auf. Es geht gar nicht darum, dass ich es allein mache, dass ich allein danke. Manchmal geht es allein eben nicht, weil es in der eigenen kleinen Welt vielleicht gar nichts zu danken gibt.
Da brauche ich jemanden, der mich aus meinen eigenen Begrenzungen herausholt, der mich regelrecht mitnimmt, weil ich allein dazu nicht im Stande bin.
Gemeinsam kann es dann gelingen. Da tragen alle dazu bei. Und der eine oder andere kann was erzählen, kann was berichten.
Ich gebe allerdings auch zu, dass dies nicht immer gelingen mag. Es kann ja durchaus auch geschehen, dass zwar andere jauchzen, mir dies aber zu viel wird. Ich eben nicht einstimmen kann. Auch das gibt es. Und auch das darf es geben.
Manchmal ist es mit dem Danken wie mit Vollkornbrot. Ich muss schon eine Weile kauen, bis ich das Brot schlucken kann.
Gott sei Dank, ist es manchmal mit dem Danken wie mit einem großen Festessen. Es beginnt mit der Vorfreude, geht zum Genuss über und vollendet sich in Zufriedenheit.
Ihr
Martin Reppenhagen, Dekan

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