Gedanken zur Losung in schwierigen Zeiten – 21.07.2021

Verachte nicht die Unterweisung durch den HERRN und sei nicht unwillig, wenn er dich ermahnt.

Sprüche 3,11

„Der Arbeitgeber hat die Beschäftigten über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit während ihrer Arbeitszeit ausreichend und angemessen zu unterweisen. Die Unterweisung umfasst Anweisungen und Erläuterungen, die eigens auf den Arbeitsplatz oder den Aufgabenbereich der Beschäftigten ausgerichtet sind”, heißt es in § 12 des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG).

So klingt auch der Vers aus dem Buch der Sprüche. Dieser könnte auch einem Erziehungsratgeber entnommen sein, auch wenn moderne weniger auf Ermahnung und mehr auf Erklärung setzen.

Nun sind Unterweisungen wahrlich nicht vergnügungssteuerpflichtig. Sie sind in der Regel nicht angenehm. Doch die Intension der Unterweisungen ist entscheidend. So sollen die Unterweisungen des Arbeitsschutzgesetztes Gefahren abwehren, einen sicheren Arbeitsplatz schaffen und ein angenehmes Arbeitsumfeld ermöglichen. Und in der Erziehung geht es um die große Befähigung im und zum Leben.

Das Leben ist die große Orientierung der Unterweisung, durch sie erhalte ich eine An-Leitung zum Leben. Den Worten folgend werde ich ins Leben geleitet. Damit erfüllen Unterweisungen einen wichtigen Lotsendienst für das Leben.

„Lechaim“ sagt der Jude als Trinkspruch: „Lechaim“, auf das Leben. Er hat was Bejahendes und Fröhliches. Gewiss gibt es auch nötige Unterweisungen und Belehrungen, doch unter dem Strich soll und will das Leben gelingen.

Von daher: „Lechaim!“

Ihr
Martin Reppenhagen, Dekan

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