Gedanken zur Losung in schwierigen Zeiten – 14.07.2021


Der HERR hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit.

Jesaja 61,1

Nicht jeder Auftrag ist leicht. Manche Nachrichten sind schlecht. Diese Sendung hat einen durchweg freudigen Inhalt. Eine freudige Botschaft soll weitergegeben werden. Das klingt gut!

Ich verstehe, warum wir Jesus Christus Heiland nennen, denn Christen verbinden dieses Wort des Propheten Jesaja mit der Person Jesus Christus. Dabei ist Heiland das Partizip von heilen, sodass ein Heiland niemand anderes ist als jemand, der heilt. Jesus heilt!

Dabei lässt sich das Heilen noch näher bestimmen:
So wird „den Elenden gute Botschaft“ gebracht, auf dass sich neuer Lebensmut durchsetzt. Dazu gehört zunächst die Zuwendung. Das ist nicht selbstverständlich. Das ist mit Arbeit und Mühe verbunden. Da helfen keine leichten Worte oder große haltlose Versprechungen. Da müssen Wort und Tat zusammenpassen.

Es werden zerbrochene Herzen verbunden. Hier ist sensibles Handeln gefordert. Menschen mit zerbrochenen Herzen vertrauen sich anderen nicht leicht an. Dazu bedarf es wahrlich vertrauenswürdiger Menschen. Manche Lebensnarben werden bleiben. Und doch gibt es ein heilendes Handeln.

Und Gefangenen wird Freiheit gebracht. Befreiung ist das große Stichwort. Das ist auch das Urdatum des Volkes Israel, das sich von einer Befreiungstat Gottes her versteht. Denn Gott ist der, der das Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit hat.

Lebensmut, Heilung und Befreiung sind die großen Stichworte des Evangeliums, das Christen hören dürfen und dem sich Christen verpflichtet sind in der Begegnung mit anderen Menschen.

Ihr
Martin Reppenhagen, Dekan

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