Gedanken zur Losung in schwierigen Zeiten – 31.05.2021


HERR, du lässest mich fröhlich singen von deinen Werken, und ich rühme die Taten deiner Hände.


Psalm 92,5

Zu allen Zeiten wussten Menschen um die Macht des Singens. Dabei zögere ich und frage, ob es denn korrekt sei, hier von Macht zu reden. Ich tue es. Denn Macht kommt von machen. Singen macht was mit uns. Singen bringt unsere inneren Gefühle und Gedanken zum Ausdruck. Fasst in Melodie und Worte, was uns bewegt.

Die Verbindung von Melodie und Text spricht Herz und Verstand an, macht was mit mir. Doch Singen macht nicht nur was mit mir. Singen bringt zusammen. Singen verbindet.

Dabei kann die Macht des Singens auch missbraucht werden. Auch das wussten Menschen zu allen Zeiten. Denn das sprichwörtliche „böse Menschen haben keine Lieder“ stimmt nun leider aus eigener geschichtlicher Erfahrung nicht ganz.

Daher ist es gut, dass hier präzisiert wird. Es geht um ein fröhliches Singen aus gutem Grund. Denn Gottes Werke und Taten sollen besungen werden. Damit ist auch schon eine Aussage über Gottes Handeln gemacht. Denn dieses Handeln von Gott lässt einen fröhlich singen.

So kann ich uns nur wünschen, dass wir Gottes Spuren in unserem Leben und in dieser Welt entdecken, auf dass sie unsere Zunge lösen, unsere Herzen höher springen lassen, auf dass wir fröhlich singen – allein und miteinander.

„HERR, du lässest mich fröhlich singen von deinen Werken, und ich rühme die Taten deiner Hände.“

Ihr
Martin Reppenhagen, Dekan

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