Gedanken zur Losung in schwierigen Zeiten – 26.05.2021


Alles, was Gott tut, das besteht für ewig; man kann nichts dazutun noch wegtun.
Prediger 3,14

Gott nimmt seine Gnadengeschenke nicht zurück, und eine einmal ausgesprochene Berufung widerruft er nicht.
Römer 11,29

Ich bin nicht für alles verantwortlich! Ich muss nicht bei allem mitmischen!

Keine Frage, ich will mich nicht aus der Verantwortung stehlen. Es geht mir gar nicht darum, die Hände in den Schoß zu legen, mich einfach rauszuhalten. Und doch ist die rein menschliche Erkenntnis wichtig und richtig, dass ich eben nicht Gott bin.

Es gibt einfach Bereiche in meinem Leben und in dieser Welt, für die allein Gott zuständig ist. Das befreit mich von falschen Allmachtsvorstellungen. Es gibt einfach Bereiche, bei denen ich „nichts dazutun noch wegtun“ kann

Dazu zählen Gottes „Gnadengeschenke“. Wenn man so will, haben diese eine göttliche Bestandsgarantie. Und das ist gut so. Wenn ich mich nicht auch noch darum kümmern muss, wenn ich dafür eben nicht verantwortlich bin, wenn ich der Gnade Gottes gewiss sein darf, kann ich mich mit meiner Kraft und Energie um jene Dinge kümmern, für die ich Verantwortung übernehmen kann und sollte.

Darum gilt auch das Gebet um Gelassenheit:

Gott,
gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Amen.

Ihr
Martin Reppenhagen, Dekan

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