Gedanken zur Losung in schwierigen Zeiten – 22.05.2021

Das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.


Hebräer 4,12

Das klingt wahrlich Messer scharf. Da ist nicht von einem aufbauenden Wort, von einem Trostwort die Rede. Da geht es um Unterscheidung, um Trennung, um Gericht.
Hier geht es um Gottes Wort, das in die Krise führt und damit in die Unterscheidung. Auch das gibt es, auch wenn ich es nicht gern höre und noch weniger gern habe.
Die Krise ist unangenehm, ist beschwerlich, ist anstrengend und selten schmerzfrei. Die Krise wird als Not voll empfunden. Doch sie kann auch zur Unterscheidung und damit zur Entscheidung führen. Auch das macht die Krise aus.
Gottes Wort führt also auch in die Krise, führt zur Unterscheidung. Dabei ist Gottes Wort „lebendig und kräftig“. Nicht das Ende ist das Ziel von Gottes Wort, nicht die Ermutigung und schon gar nicht der Tod.
Vielmehr ist Gottes Wort lebendig und Leben bringend. Es ist es eben auch deswegen, weil Gottes Wort zwischen Lebensdienlichem und dem anderen unterscheidet. In diesem Sinne richtet das Gotteswort Verstand und Herz zurecht und schafft Zukunft.
Ihr
Martin Reppenhagen, Dekan
Archiv – Gedanken zur Tageslosung