Gedanken zur Losung in schwierigen Zeiten – 21.05.2021


Ach, HERR, lass doch deine Ohren aufmerken, dass du das Gebet hörst, das ich jetzt vor dir bete Tag und Nacht für deine Knechte.


Nehemia 1,6

Als Theologiestudent war ich im Steyler Missionshaus St. Michael. Eine Cousine meiner Mutter ist seit Jahrzehnten Steyler Missionsschwester in Papua Neuguinea. Sie führte uns durch das Kloster. So kamen wir auch zu den Steyler Anbetungsschwestern, wegen ihres rosa Ordenskleides auch „rosa Schwestern“ genannt. Mit ihrem 24/7-Gebet unterstützen sie durch ihr Gebet die Steyler Missionsschwestern und Missionare und tragen die Anliegen der Menschen vor Gott. Voller Dankbarkeit und Respekt sprach die Cousine von diesem so wichtigen Dienst der Schwestern.

Als wir einer älteren Schwester im Kloster begegneten, erzählte die Cousine meiner Mutter, dass ich Theologie studiere. Am Ende der Begegnung meinte die Schwester: „Ich bete für Dich!“

Es ist interessant, wie manche Begegnungen und Worte hängen bleiben, während andere verpuffen. Der Gebetsdienst der Schwestern, dieses kurze „Ich bete für Dich!“ sind hängengeblieben.

Dabei war es nicht das letzte Mal, dass mir ein „Ich bete für Dich bzw. für Sie!“ begegnet ist. Immer wieder begegnen mir Menschen, die genau dies aussprechen. Und ich bin dankbar dafür.

Es ist ein besonderer Dienst, für andere zu beten, sie vor Gott zu bringen.

Dazu Martin Luther:
„Christen wissen, dass rechtes Beten das höchste, schwerste Werk auf Erden, höchster Gottesdienst und Übung des Glaubens ist. Darum ist rechtem Gebet keine Zeit, Ort, Regel noch Vorschrift festzusetzen.“

Ihr
Martin Reppenhagen, Dekan
Archiv – Gedanken zur Tageslosung