Gedanken zur Losung in schwierigen Zeiten – 30.04.2021


Seine Herrschaft wird groß und des Friedens kein Ende sein.


Jesaja 9,6

Der Vers aus dem Buch des Propheten Jesaja versetzt uns in die Advents- und Weihnachtszeit und verbindet sich mit großen Hoffnungen und Sehnsüchten. „Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell“, sagt da der Prophet Jesaja. Licht bricht durch, Hoffnung bricht auf. Nicht nur von irgendeinem Licht ist die Rede, sondern von einem großen Licht. Menschen in Not, Menschen in Dunkelheit, ohne Ziel, ohne Hoffnung. Sie hören die Freudenbotschaft. Es tut sich was auf. Die eigene Zukunft ist nicht mehr dunkel. Sie erstrahlt in einem neuen Licht.
Und Jahrhunderte später heißt es im Lukasevangelium zur Geburt von Jesus Christus: „Fürchtet euch nicht, siehe ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird, denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr in der Stadt Davids….“ Da poppen die alten Worte wieder auf. Sie erfüllen sich. Was damals Hoffnung und Sehnsucht war, zeigt sich jetzt im Kind in der Krippe.
Von da kommen wir. An diesen Jesus Christus glauben wir. Mit ihm verbinden sich die Sehnsüchte nach Frieden. Denn er hat Frieden gebracht – Frieden mit Gott, auf dass auch Frieden in dieser Welt möglich wird.
Noch warten wir darauf, dass sich dieser Friede in der Welt erfüllt. Hier und da erleben wir Momente dieses Friedens. Auf den Frieden in aller Welt warten wir noch. Doch auf dem Weg können wir selbst zu Friedensstiftern werden.
Bis am Ende aller Zeiten auch das gilt: „…des Friedens kein Ende sein“.
Ihr
Martin Reppenhagen, Dekan

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