Gedanken zur Losung in schwierigen Zeiten – 27.04.2021


Israel, du sollst mein Knecht sein; ich erwähle dich und verwerfe dich nicht.
Jesaja 41,9
Hat denn Gott sein Volk verstoßen? Das sei ferne!
Römer 11,1

Das Verhältnis zwischen christlicher Kirche und Israel ist ein spannungsreiches. Ein Blick in die europäische Geschichte lässt blutige Judenpogrome entdecken. Was wurde den Juden nicht schon alles vorgeworfen? Im Mittelalter waren sie schuld an der Pest. In Coronazeiten stammt das Virus nach mancher Verschwörungstheorie von den Juden, die so oder so mit viel Geld die Geschicke der Welt lenken.
Als Heilandsmörder waren sie verschrien. Und Antisemitismus ist auch Jahrzehnte nach dem Holocaust weiterhin und zunehmend ein Problem am Rand und in der Mitte unserer Gesellschaft. So kam es allein in Berlin 2020 zu über 1.000 antisemitischen Vorfällen.
Selbst in Zeiten, in denen Deutsche Christen das Alte Testament als jüdisch abschaffen wollten, hätte ein Blick in das Neue Testament gereicht, um klar zu erkennen, dass Gott zu seinem Volk Israel steht.
Es ist und bleibt Gottes Volk! Denn das, was Gott mit diesem Volk angefangen hat, wird Gott selbst auch gut beenden.
Damit wird Gottes Treue zu seinem Volk Israel auch für Christen zu einem Zeichen der Hoffnung und Zuversicht.
Und mit Johannes 4,22 bekennen wir: „Das Heil kommt von den Juden.“
Ihr
Martin Reppenhagen, Dekan

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