Gedanken zur Losung in schwierigen Zeiten – 22.04.2021


Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet.


Römer 12,12

Bei der Forderung des Paulus ist mir spontan das Motto der Turner eingefallen: „Frisch, fromm, fröhlich frei“. Dazu habe ich mir den Kyffhäuser Turnermarsch angehört und durfte feststellen, dass die Blasorchester wie die Posaunenchöre weiterhin ganze Generationen zusammenbringen. Und der Marsch hat mich regelrecht mitgenommen; Freude ins Leben gebracht. (Siehe Anmerkung unten!)

So nehme ich guter Dinge die Forderung nach Fröhlichkeit in Hoffnung auf und kann mir diese gut vorstellen. Da will ich von jenen lernen, die „guter Hoffnung“ sind und halte fest, dass man auch mit Blick auf die Zukunft fröhlich werden kann. Wenn es gut werden soll, kann ich schon jetzt fröhlich sein. Ich gehe guter Dinge in die Zukunft. Dieser Forderung komme ich gern nach.

Schwieriger sieht es schon mit dem zweiten Teil. Denn Trübsal und Geduld können nicht miteinander – jedenfalls nicht bei mir. Denn es bedeutet ja, schwierige Zeiten aushalten zu können. Vielleicht ist es ja das, was wir heute Resilienz nennen, die Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen. Geduld ist gefragt, gerade in Situationen, in denen Geduld teuer wird.

Fröhlich in Hoffnung ist menschlich durchaus möglich. Bei der Geduld in Trübsal stocke ich. Wie soll das gehen?

Vielleicht liegt der Schlüssel für Geduld und Fröhlichkeit im Gebet.
Denn im Gebet wende ich mich an Gott, rede mit ihm, erwarte von Gott selbst, dass er in meinem Leben und in dieser Welt handelt. Hier strecke ich mich aus zu Gott.

Und so kommen fröhliche Hoffnung, geduldige Trübsal und beharrliches Gebet zusammen.

Ihr
Martin Reppenhagen, Dekan

P.S.: Für alle, die es eher mit klassischer Musik haben, hätte ich auch Händels Feuerwerksmusik oder aus Bachs Osteroratorium „Kommt, eilet und laufet“ anhören können. Da sind auch Bewegung und Fröhlichkeit zu entdecken.

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