Gedanken zur Losung in schwierigen Zeiten – 20.04.2021


/Gott sprach zu Noah:/ Siehe, ich richte mit euch einen Bund auf und mit euren Nachkommen und mit allem lebendigen Getier, dass hinfort keine Sintflut mehr kommen soll, die die Erde verderbe.


1. Mose 9,9-10.11

Wenn Sonne auf Regen fällt, entsteht ein Regenbogen. So kann man das Erscheinen eines bunten Bandes der Spektralfarben ganz nüchtern erklären. Und doch ist so ein Regenbogen immer wieder ein besonderes Ereignis.
Als wir 2014 von Greifswald nach Ettlingen zogen und wir nach der Autobahn die B3 entlang fuhren, zeigte sich ein Regenbogen über Ettlingen. Das hat sich mir eingeprägt. Das war ein besonderes Zeichen, ein gutes Zeichen. Das ließ uns gleich noch besser ankommen. Damit verband sich eine Verheißung, eine Erinnerung.
Eine Erinnerung an den ersten Regenbogen der Geschichte, von dem berichtet wird. Denn der erste Regenbogen war Zeichen des Bundes zwischen Mensch und Gott, ein Himmelszeichen, eine frohe Botschaft, ein Bindeglied zwischen Himmel und Erde.
Es ist ein Zeichen von Leben und Vielfalt. So geht der Bogen von der Erde zum Himmel und wieder zur Erde. Er steht auf der Erde und reicht doch in den Himmel. Der Bogen verbindet beides.
Und es gibt keine Farbe auf dieser Welt, die dieser Bogen nicht kennt und wird damit zum Zeichen von Fülle und Vielfalt.
Immer wieder, wenn ich einen Regenbogen sehe, will ich mich daran erinnern lassen, dass Gott uns eine Zukunft schenkt, dass er einen Bund mit uns hat, dass Leben möglich ist.
Ihr
Martin Reppenhagen, Dekan

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