Gedanken zur Losung in schwierigen Zeiten – 12.04.2021


Das soll mein Ruhm und meine Wonne, mein Preis und meine Ehre sein unter allen Völkern auf Erden, wenn sie all das Gute hören, das ich Jerusalem geben will.


Jeremia 33,9

Herr, unser Glaube und unsere Hoffnung ist so schwach.
Wir wagen es nicht unser Leben ganz auf deine Verheißung
zu setzen. Wir zweifeln an deiner Macht.
Herr vergib dem Zweifler und dem Hoffnungslosen
und gib uns heute noch deine Verheißung neu.
Herr Gott, du läßt die Wasser hoch um uns steigen.
Sieh doch auf deine Welt herab.

Es ist ja eine furchtbare Qual Hunger und Durst,
keine Heimat, keine Arbeit, Tränen und Verzweiflung;
Gott, sind das die Kinder deiner Barmherzigkeit?
Ist das die Welt, die du geschaffen hast?
Ach, wir müssen furchtbar fern von dir sein,
dass deine Geschöpfe so leiden müssen.
Wir sind bald am Ende.

Wir glauben nichts mehr und wir hoffen nichts mehr.
Nun komm du, o Gott, und brich all dies Elend, all den Jammer
und wenn es dein gnädiger Wille ist,
dass wir noch tiefer ins Wasser hineinfallen,
so verbirg uns doch nicht die Verheißung,
dass du einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen willst
Dass du die Armen und Elenden, Bekümmerten und Leidtragenden
in dein Reich geladen hast.

Gott, mach uns wieder froh.

Dietrich Bonhoeffer

Ihr Martin Reppenhagen, Dekan

Archiv – Gedanken zur Tageslosung