Gedanken zur Losung in schwierigen Zeiten – 29.03.2021


Der HERR wird König sein über alle Lande. An jenem Tag wird der HERR der einzige sein und sein Name der einzige.


Sacharja 14,9

Mir entfährt ein „Wie gut, dass wenigstens einer die Kontrolle behält!“. Denn irgendwie haben wir es gerade nicht unter Kontrolle. Es entgleitet uns. Die schwierigen Zeiten machen es Menschen in Verantwortung schwer zu punkten. Es sind eher Zeiten, in denen man nur verlieren kann.
Diese Zeiten machen es einem einfach unmöglich, wie ein Held ohne Furcht und Tadel dazustehen. Es will und kann einfach nicht gelingen. Es gibt keine Götter auf Erden!

Ich will Fehler und Unzulänglichkeiten, die sich in diesen Zeiten schier gnadenlos zeigen, nicht verharmlosen oder gar entschuldigen. Ich will nüchtern feststellen: Wir Menschen haben unsere Unzulänglichkeiten. Wir Menschen machen Fehler!
Und so muss ich nicht göttliche Attribute auf Menschen übertragen. Ich muss Menschen nicht zu Göttern machen – weder in meinen Erwartungen noch in meinem Urteil über sie, wenn etwas falsch läuft.

Gleichzeitig will ich auf den hoffen, der in allem Chaos die Übersicht und die Kontrolle behält. Mit dieser Zuversicht und Hoffnung will ich das Meine beitragen und davon ausgehen, dass andere ihre Verantwortung vor Gott auch wahrnehmen.
Denn ich glaube: „Der HERR wird König sein über alle Lande. An jenem Tag wird der HERR der einzige sein und sein Name der einzige.“

Ihr
Martin Reppenhagen, Dekan
Archiv – Gedanken zur Tageslosung