Gedanken zur Losung in schwierigen Zeiten – 26.02.2021

Siehe: Der die Berge gemacht und den Wind geschaffen hat, der dem Menschen sagt, was er im Sinne hat – er heißt »HERR, Gott Zebaoth«.


Amos 4,13

„Nomen est Omen“, sagt der Lateiner und meint, dass der Namen eine Bedeutung hat. So ist es auch hier, denn Gott heißt „HERR, Gott Zebaoth“. Gott hat also einen Namen. Der allgemeine Begriff Gott ist zu wenig und verlangt nach einer weiteren Bestimmung.
Da ist zunächst der Name „HERR“, wobei nicht sofort auffällt, dass es sich um einen Namen handelt. Doch wo in der Lutherbibel Herr in Großbuchstaben steht, steht im Hebräischen JHWH (Jahwe), der Gottesname. Diese Konsonanten haben die Schreiber des Alten Testaments sehr früh mit den Vokalen des hebräischen Wortes “Adonai“ für Herr verbunden. So entstand der Brauch, bei JHWH Adonai und damit Herr zu lesen. Hintergrund für diese Praxis war das Gebot, den Namen Gottes nicht zu missbrauchen, wie es in den 10 Geboten festgehalten ist. So wurde aus Jahwe HERR.
Der zweite Name Gottes „Zebaoth“ begegnet im Alten Testament an vielen Stellen. Er bedeutet so viel wie Herrschender oder Thronender. Wenn er Verwendung findet, soll die Macht Gottes verdeutlicht werden.
Das passt zum Hinweis auf Gottes Schöpferkraft: „Der die Berge gemacht und den Wind geschaffen hat.“
Und dieser mächtige Gott redet mit uns Menschen und gibt ihm gar Einblick in sein Handeln.
Wer in der Bibel nachliest, ist daher schlauer!
Ihr
Martin Reppenhagen, Dekan

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