Gedanken zur Losung in schwierigen Zeiten – 16.02.2021


Alle Völker auf Erden sollen erkennen, dass der HERR Gott ist und sonst keiner mehr!

1.Könige 8,60

Noch als Theologiestudent nahm ich an einem Treffen zu Fragen christlicher Mission teil. Die Mehrzahl der Anwesenden war der Meinung, dass Mission fremde Kulturen zerstört hätte und die westliche Mission ein grober Fehler gewesen sei.
Nach einer ganzen Weile mehrheitlicher Einigkeit stand ein Mann mit dunkler Hautfarbe auf und gab sich als Bischof aus Tansania zu erkennen. Er stellte eine einfache Frage: „Meine Großeltern sind durch die Arbeit von Bruno Gutmann zum christlichen Glauben gekommen. War das ein Fehler?“
Bruno Gutmann war Anfang des letzten Jahrhunderts Missionar der Leipziger Mission in Tansania und gilt bis heute als einer der großen Väter der lutherischen Kirche.
Ähnlich wie dieser Bischof aus Tansania verwies der für die weltweite anglikanische Kirche zweitbedeutendste Erzbischof von York, John Sentamu, auf seine Eltern in Uganda, die stets sagten, wie dankbar sie für die Missionare waren, die ihnen das Evangelium gebracht hatten.
Wenn alle Völker auf Erden erkennen sollen, „dass der HERR Gott ist und sonst keiner mehr“, gehören Tansania und Uganda gewiss auch dazu – und hoffentlich auch unsere Nachbarn und Verwandten, unsere Arbeitskollegen und viele mehr.
Ihr
Martin Reppenhagen, Dekan

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