Gedanken zur Losung in schwierigen Zeiten – 02.02.2021


Mein Wort wird nicht wieder leer zu mir zurückkommen, sondern wird tun, was mir gefällt, und ihm wird gelingen, wozu ich es sende.

Jesaja 55,11

Manche Worte sind wie Schall und Rauch. Manchmal reden wir viel, sagen aber nichts. Manchmal verplappern wir uns oder sagen nichts, wenn wir etwas zu sagen hätten. Wort und Tat fallen nicht automatisch zusammen. Manchmal müssen wir auch enttäuscht bemerken, dass unsere gewichtigen Worte nichts oder nur wenig ausrichten, sie verblassen.
In Zeiten der Übersättigung an Informationen und Worten schützen wir uns manchmal auch selbst, vor zu vielen Informationen. Ich habe bei meiner Wetter-App die Unwetterwarnung abgeschaltet, da die Erfahrung meistens zeigte, dass die Unwetterwarnungen wohl von einem Juristen geschrieben wurden, nur um eventuelle Rechtsansprüche abwehren zu können, sie jedoch in den wenigsten Fällen den Realitäten entsprechen.
Auch glaube ich den Worten von Versicherungsbriefen nicht mehr. Heißt es da, dass man die Beiträge anpassen musste, bedeutet dies stets eine Erhöhung. Letztens schrieb mir eine Versicherung, dass sie selbstverständlich jederzeit für mich da seien und sie den Kundenkontakt sehr schätzen. Die Briefschreiber hätten das mal ihrer Hotline auch schreiben sollen und nicht nur mir.
Nun hoffe ich mal nicht, dass Gottes Worte durch den Mund des Propheten einem Versicherungsschreiben gleichen, sondern eben Bestand haben, dass dahinter Wirkmacht steckt und damit verbunden Verlässlichkeit.
Ich will mich auf Gottes Worte verlassen und glauben, dass sie nicht einfach mal dahingesagt sind.
Ich will sie nicht einfach Wegschalten wie die Unwetterwarnung meiner Wetter-App oder müde lächelnd wie den Brief meiner Versicherung.
Ich will auf Gottes Worte trauen und damit leben.
Denn Gott steht zu seinem Wort!
Ihr
Martin Reppenhagen, Dekan

Archiv – Gedanken zur Tageslosung