Gedanken zur Losung in schwierigen Zeiten – 01.02.2021


Sollte dem HERRN etwas unmöglich sein?

1.Mose 18,14

Von den beiden Altgewordenen Sara und Abraham wird in 1,Mose 18 berichtet, dass Gott sie besucht. Es wird ihnen zugesagt, dass Sara schwanger wird – und das in ihrem sehr hohen Alter. Sara kann da nur lachen: „jizak“, heißt es im Hebräischen. Der Name des Kindes Isaak wird seine Eltern stets an das ungläubige Lachen erinnern. Dabei wird noch etwas deutlich. Die Zukunft des alten Paares misst sich nicht am Trend der Zeit, sondern an Gottes Verheißungen.
So könnte man auch ungläubig lachen, wenn es um die Zukunft der Kirche geht. Hat die Kirche überhaupt noch eine Zukunft? Weitere Schrumpfungsprozesse und Sparnotwendigkeiten erwarten uns. Und der Altersdurchschnitt unserer Gottesdienste, Gruppen und Kreise sowie unserer Mitgliederlisten legen die Annahme nahe, dass wir das Altersheim der Gesellschaft sind. Wir hatten unsere Zeit. Die Zukunft sieht eher traurig aus. Von Aufbrüchen keine Spur!
Wenn uns als Kirche eine rauschende Zukunft zugesagt wird, werden viele in und außerhalb der Kirche müde und ungläubig lachen.
Und dann hören wir: „Sollte dem HERRN etwas unmöglich sein?“
Gott kann aus vertrockneten Strukturen und Gemeinden lebendige Oasen machen.
Gewiss werden wir über unseren Zustand nicht einfach hinwegsehen können. Wir sollten uns den Realitäten nicht verschließen. Und doch kommt genau in diese menschlich gesprochen verdorrten Zustände Gottes Verheißung hinein.
Gott selbst kann und will sich nicht von unseren menschlichen Möglichkeiten beschränken lassen. Und so ruft er uns auf, dass wir uns an seinen Verheißungen orientieren, auf Gott selbst hören.
Wir mögen gewiss auch die Zukunft verspielt haben. Und doch ist und bleibt es Gottes Zukunft, nach wir uns ausrichten können.
Daher gilt für unsere Zukunft: Für Gott ist nichts unmöglich!
Ihr
Martin Reppenhagen, Dekan

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