Gedanken zur Losung in schwierigen Zeiten – 26.01.2021


Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmeißt?

Jeremia 23,29

Bei der Erschaffung der Erde begegnet uns Gottes Wort als besondere Schaffenskraft. In der Abfolge der Schöpfungstage zeigt sich stets neu: Gott spricht und es geschieht! Gottes Wort hat Wirkmacht, Wort und Tat sind eng beieinander. So kann das hebräische Wort Dabar mit Wort, Sache, Tat übersetzt werden, sodass der Begriff selbst diese Nähe zwischen Wort und Tat nahelegt. Sein Wort lässt entstehen, hat Kraft.
Diese Wirkkraft begegnet uns in der heutigen Losung auch. Gegenüber den falschen Propheten, so der Kontext, tritt Gott mächtig auf und widerspricht ihrer Botschaft. Sie meinen Gott in der Tasche zu haben, ihn für ihre Interessen nutzen zu können. Sie verbreiten falsche Nachrichten („fake news“) – und das auch noch im Namen Gottes.
Hier widerspricht Gott und setzt ihrem falschen Tun ein Ende. Auch hier zeigt sich Gottes starkes Wort – nicht nur in der Schöpfung, sondern auch im Widerspruch. Die Bilder sind dabei deutlich gewählt.
Feuer und Hammer stehen einerseits für Wirkung, aber auch für Zerstörung. Gott hat eben Macht, da zu verstören, wo Menschen auf falsche Botschaften trauen und sich damit in trügerischen Sicherheiten wähnen.
Auch das gehört zu Gottes Handeln.
Denn was hülfe es dem Menschen, wenn er sein Haus auf Sand baut und er falschen Hoffnungsträgern nachläuft. Dies führt nicht selten in Sackgassen und Abgründe.
Davor bewahre uns Gott.
Ihr
Martin Reppenhagen, Dekan

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