Gedanken zur Losung in schwierigen Zeiten – 22. Januar 2021

Die Israeliten werden umkehren und den HERRN, ihren Gott, suchen, und werden mit Zittern zu dem HERRN und seiner Gnade kommen in letzter Zeit.

Hosea 3,5

In letzter Sekunde, auf den letzten Drücker, gerade noch so. Es war noch nicht zu spät. Das will ich als Verheißung in diesen Tag mitnehmen. Es mag vielleicht spät sein, aber es ist nicht zu spät. Das ist die besondere Geschichte Gottes mit seinem Volk Israel. Sie verließen Gott oftmals, wollten ihm nicht glauben noch ihm vertrauen. Das Alte Testament ist voller solcher Geschichten.
Es könnten auch meine Geschichten sein. Und ich bin dankbar für diese Geschichten. Darf ich schreiben, dass ich für Israels Unglaube dankbar bin? Gewiss will ich diesen Unglauben nicht rechtfertigen. Und doch bin ich für ihn dankbar, denn dann bin auch ich mit meinem Unglauben nicht so allein. Auch hier will ich nicht meinen eigenen Unglauben rechtfertigen. Vielmehr will ich darauf hoffen, dass es auch mir „in letzter Zeit“ dann doch gelingt, Gott zu suchen und mich in seiner Gnade zu bergen.
Und wie beim Volk Israel wird er dann mich auch nicht einfach rauswerfen, sondern selbst auf den letzten Drücker hin aufnehmen. Das ist meine Hoffnung! Was bliebe sonst zu hoffen?
Ihr
Martin Reppenhagen, Dekan

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