Fastenspeise in schwierigen Zeiten 07.03.2022

Die apokalyptischen Reiter reiten wieder! Teil 5

Apokalyptische Erzählungen und Visionen sind durchzogen von Kampfszenen zwischen Gott und Wider-Gott. Ganze Schlachtszenen durchziehen mittelalterliche Gemälde vom Weltengericht Gottes. Bis hinein in die Engelswelt zeigt sich der Kampf zwischen Gut und Böse. So ganz fern von unserem Engelsverständnis zeigt sich der Erzengel Michael. Oder wir begegnen dem Heiligen Georg als Drachentöter. Georg ist der, der dem Bösen wehrt. Und der Drache wird zum Bild für alles, was gegen das Leben steht.

Doch wie gehen wir mit diesen Kampfszenen als friedensethisch geschulte Menschen um? Ist die Apokalypse nicht etwas für Schwärmer und falsche Endzeitpropheten, für jene vermeintlichen Weltgeschichtserklärer und „Das Ende naht!“-Verkünder? Unweigerlich begibt man sich auf schlüpfrigen Boden.

Und gerade in diesen Tagen mit den Nachrichten und Bildern von Zerstörung und Krieg, gilt es innezuhalten, zu hören, was Jesus mitten in apokalyptischen Bildern sagt, auf dass wir nicht zu schnell und voreilig vom Ende ausgehen und es schon herbeireden:

„Wenn ihr aber hören werdet von Kriegen und Kriegsgeschrei, so erschreckt nicht: Es muss geschehen. Aber das Ende ist noch nicht da.“ (Markus 13,7)
So bringen Krieg und Kriegsgeschrei ihren eigenen Schrecken mit. Doch sind sie keine guten Hinweise auf ein nahes Ende aller Weltengeschichte. Damit verbunden ist auch die Erkenntnis, dass alle Versuche, das Ende der Welt zu berechnen oder zu benennen, bislang kläglich gescheitert sind.

Denn letztlich liegt es am Herrn der Zeiten, unserer Zeit ein Ende zu setzen. Und damit wären wir wieder bei der Allmacht Gottes und seiner Allwirksamkeit. Die gilt eben auch für das Ende aller Zeiten.

Ich lege den apokalyptischen Reitern das Zaumzeug der Hoffnung und des Glaubens an!

Bleiben Sie von Gott behütet!

Ihr Martin Reppenhagen

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